IN ARBEIT: ROTOR ABSYNTH - 2017/2018
 
 

 

 

 
 
Drohnen sind in aller Munde. Sie tauchen im militärisch-industriellen Komplex auf und vermitteln dem Menschen sowohl Angst als auch Sicherheit. Sie werden entweder zum Schutz der Bürger oder gegen ihn, zur Kontrolle verwendet. Aktuell werden Drohnen sehr gerne mit Kameras bestückt, um im TV, der Werbung oder im Kino die Zuschauer zu entzücken - Straße von oben, Stadtteil von oben, Land von oben, die Welt von oben. Zurzeit wird mithilfe der Kameradrohnen eine visuelle Weltvermessung vorgenommen. Die Grenzen zwischen ziviler und militärischer Nutzung verschwimmen. Die Frage nach dem filmästhetischen Mehrwert wird gestellt. Ist der Unterschied in der Entkopplung von Kamera und Kameramann zu suchen; in der Fernsteuerung? Oder der Einswerdung von Kamera und Flugobjekt - schlicht der Traum vom Fliegen? Er hat die sogenannte „First Person View“. Das ist für den Durchschnittsbürger eine völlig neue Erfahrung, die gleichzeitig sehr ambivalent ist. Wie viel Mensch steckt in der Drohne? ROTOR ABSYNTH entdeckt die Drohne als Metapher menschlicher Abgründe, indem er Exhibitionismus und Voyeurismus, sowie Kontrolle und Kontrollverlust zirkulieren lässt.t.